CDU-Fraktion lehnt Sparkassenfusion ab

Interessen der Münsterer Bürger haben für uns absolute Priorität

Seit mehreren Monaten wird in den Gemeinde- und Stadtparlamenten sowie über die Presse intensiv über die geplante Fusion der Sparkasse Darmstadt und der Dieburger Sparkasse diskutiert bzw. berichtet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stehen nun die entscheidenden Beschlüsse der Zweckverbandskommunen als Träger der Dieburger Sparkasse an. So galt es auch für die Münsterer CDU-Fraktion, in der Sitzung der Gemeindevertretung am 03. Februar über die Annahme oder Ablehnung der geplanten Fusion zu entscheiden.

Während sich SPD, FDP, und ALMA – Die Grünen für die Zustimmung zur Fusion entschieden und damit die Zustimmung Münster’s auf den Weg brachten, hat sich die CDU in der genannten Sitzung geschlossen gegen die geplante Zusammenführung der beiden Geldinstitute ausgesprochen. Und das aus guten und nachvollziehbaren Gründen. Die CDU-Fraktion hat ihre Entscheidung einzig und allein aus Sicht der Münsterer Bürger und der Gemeinde getroffen und sich deshalb gegen eine Fusion entschieden. Der Fraktionsvorsitzende der Münsterer CDU-Fraktion, Thorsten Schrod, begründet die Entscheidung seiner Fraktion wie folgt:

„Die wirtschaftliche Situation unserer Dieburger Sparkasse ist in bester Ordnung. Das Institut ist sehr gut aufgestellt und liefert seit Jahren hervorragende Ergebnisse. Es besteht demzufolge keinerlei Druck, die Sparkasse zum jetzigen Zeitpunkt zu fusionieren. Dieser Druck scheint sehr wohl aber aus Darmstadt zu kommen. Die Darmstädter Sparkasse weist eine deutlich schlechtere Kapitalstruktur auf als unsere Sparkasse. Daher sucht man augenscheinlich hier einen Partner, um diese Situation zu verbessern. Während SPD, FDP und ALMA die Zustimmung zur Fusion damit begründeten, dass im sich weiter verschärfenden Wettbewerb eine Fusion Sinn ergeben würde, haben wir als CDU die Entscheidung einzig und allein aus Sicht unserer Bürger und unserer Gemeinde, deren Wohl wir uns verpflichtet fühlen, getroffen. Unsere Sparkasse wurde seinerzeit als Zweckverband gegründet, um den Menschen vor Ort ein verlässlicher Partner zu sein und die Daseinsvorsorge zu erfüllen. Die Sparkasse Darmstadt wird demgegenüber eben nicht von den Kommunen getragen, sondern vom Landkreis und der Stadt Darmstadt. Hier besteht bereits ein wesentlicher Unterschied in der Eigentümerstruktur. Weiterhin bringt die Fusion augenscheinlich keinerlei Vorteile für unsere Bürger mit sich. Eher das Gegenteil wird vermutlich der Fall sein. Die Kontoführungsgebühren der Darmstädter Sparkasse sind bspw. bereits jetzt schon höher als die der Dieburger Sparkase, so dass hier zukünftig mit einer Erhöhung zu rechnen ist. Der Geldautomat in Altheim ist bereits aus dem Ort verschwunden und befindet sich jetzt für ältere Bürger schwer erreichbar am Bahnhof. Weiterhin wird das neue Geldinstitut nun beträchtlich größer, so dass der Einfluss unserer Gemeinde damit einhergehend sinken wird. Die Steuerung der Bank erfolgt zukünftig mit großer Wahrscheinlichkeit primär aus Darmstadt, da die Darmstädter Sparkasse die größere Bank der beiden Institute ist. Weitere Angebote oder Gespräche mit anderen Sparkassen wurden hinsichtlich einer Fusion ebenfalls nicht geführt. Gewählt sind wir als Gemeindevertreter von unseren Bürgerinnen und Bürger und nur deren Wohl fühlen wir uns verpflichtet. Da hier mit keinerlei Vorteilen für unsere Bürger zu rechnen ist und ebenso wenig mit Vorteilen für unsere Gemeinde, lehnen wir diese Fusion guten Gewissens ab. Wir halten sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt für falsch und vermissen ganz deutlich andere Alternativen“.