Lärmschutzwand leider beschlossen

CDU-Fraktion stimmt gegen die Wand und steht an der Seite der Mehrheit der Bürger

Auf der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am Montag, 24.03.2025 wurde mit den Stimmen der Münsterer Ampel (SPD, ALMA - Die Grünen und FDP) die Lärmschutzwand an der Bahnstrecke zwischen Münster und Altheim beschlossen.

Als CDU-Fraktion haben wir uns gegen den Bau dieser Wand ausgesprochen. Allen Fraktionen lagen zahlreiche Unterschriftenlisten von betroffenen Anwohnern vor. Mit deutlich über 80% waren die Gegner der Lärmschutzwand klar in der Mehrzahl. Diese Bürger wurden von SPD, ALMA und FDP schlichtweg ignoriert. So funktioniert keine Demokratie. Ganz im Gegenteil. Dieses Verhalten der Münsterer Ampel ist höchst undemokratisch und respektlos unseren Bürgern gegenüber. So kann man mit unseren Wählerinnen und Wählern nicht umgehen. Als Münsterer CDU-Fraktion stehen wir an der Seite aller Bürger. Deshalb sind wir auch nicht gegen einen Lärmschutz. Es braucht aber einen Ausgleich der Interessen zwischen der deutlichen Mehrheit der Bürger, die die Wand ablehnen und den wenigen Befürwortern. Diesen Interessensausgleich haben wir auf der Sitzung der Gemeindevertretung vorgeschlagen. Für die wenigen Bürger, die sich einen Lärmschutz wünschen, muss die Lösung im passiven Lärmschutz liegen.

So aber baut man einer deutlichen Mehrheit eine nicht gewollte Mauer vor die Nase, die die beiden Ortsteile optisch voneinander trennt, mit Graffiti besprüht werden wird, den Wildwechsel komplett einschränkt und schlussendlich den Blick in die Natur völlig verwehren wird. Das ist kein Ausgleich der Interessen, liebe SPD, FDP und ALMA – Die Grünen. Das ist pure Ignoranz einer Mehrheit der betroffenen Anwohner und mit uns als CDU niemals zu machen. Nebenbei bemerkt. Eine Rettung des Lokführers beim Zugunglück vor wenigen Jahren wäre durch die Mauer schlichtweg nur unter deutlich erschwerten Bedingungen möglich gewesen. Darüber hinaus hätte es auch ein Personenzug sein können. Auch dieses Risiko geht die Münsterer Ampel blind ein. Die Münsterer Feuerwehrführung hat bisher keine offizielle Kenntnis von dieser Lärmschutzmaßnahme.

Um auch für Altheim einen Ausgleich der Interessen zwischen der mehrheitlichen Ablehnung und den Befürwortern zu erzielen, hatten wir vorgeschlagen, den Lärmschutz der Bahn mit dem Schutz vor dem Verkehrslärm der B26 zu kombinieren und hier Gespräche mit den zuständigen Behörden für eine gemeinsame Lösung zu führen. Eines steht nämlich zweifelsfrei auch hier fest. Der Lärm der Bundesstraße 26 übertrifft den Lärm der Züge deutlich. Der Abstand der Anwohner zur Bundesstraße 26 ist deutlich geringer als der Abstand der Anwohner zu den Bahngleisen. Leider wurde auch dieser Vorschlag von SPD, FDP und ALMA – Die Grünen ohne jegliche Diskussion über unsere Ideen abgelehnt. Die einmalige Chance hier vielleicht eine Lösung zum Schutz vor diesen beiden Lärmquellen hinzubekommen, wurde damit leichtfertig vertan. Dieses Vorgehen ist schlussendlich noch viel weniger nachvollziehbar und eine pure Ignoranz unseres vorgelegten Antrags.

Wenn die Münsterer Ampel nun versucht zu argumentieren, sie hätten eine Entscheidung zum Wohlergehen und zum Schutz aller Münsterer Bürger getroffen, so ist dem wie folgt entgegenzuhalten: Die Lärmberechnungen der Deutschen Bahn machen deutlich, dass ausschließlich nur die Anwohner des „Inselviertels“ in Münster (Helgolandring und angrenzende Straßen) von der Lärmmaßnahme einen Vorteil erzielen. Insbesondere aber diese Bürger sowie auch die direkten Anwohner der Bahn in Altheim haben sich in den Unterschriftenlisten klar und deutlich gegen die Wand ausgesprochen. Wir als CDU-Fraktion sind der Auffassung, dass unsere Bürger immer noch selbst am Besten Wissen was ihnen gut tut. Diese Bevormundungspolitik und das Einmischen in die Privatsphäre unserer Bürger durch SPD, FDP und ALMA – Die Grünen muss auch in Münster endlich ein Ende haben.

Es ist auch nicht polarisierend, sondern schlichtweg Realität, wenn wir als CDU-Fraktion darauf hinweisen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger bei der nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2026 wieder die Möglichkeit haben zu entscheiden, welche Partei sie in der Münsterer Gemeindevertretung zukünftig vertreten soll.