Wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft

CDU wundert sich über die Aufgabe des Vereinspressearchivs

 „Wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft“, erkannte bereits der Gelehrte Wilhelm von Humboldt n der Schwelle von 18. zum 19 Jahrhundert. Und was der große Gelehrte damals feststellte, gilt auch heute noch. Umso mehr wundert sich die Münsterer CDU über eine Nachricht, die den Ortsvereinen durch die Gemeindeverwaltung zugestellt wurde.

 „Wer seine Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft“, erkannte bereits der Gelehrte Wilhelm von Humboldt n der Schwelle von 18. zum 19 Jahrhundert. Und was der große Gelehrte damals feststellte, gilt auch heute noch. Umso mehr wundert sich die Münsterer CDU über eine Nachricht, die den Ortsvereinen durch die Gemeindeverwaltung zugestellt wurde.

Hier heißt es wörtlich: „Bislang wurden im Archiv der Gemeindeverwaltung Münster alle Presseberichte gesammelt und aufbewahrt, die die örtliche Vereinsarbeit betreffen. Zukünftig ist dies nicht mehr möglich. Bitte geben Sie uns deshalb bis zum 31. Juli 2015 eine Rückmeldung, ob das Material, das Ihren Verein betrifft, von Ihnen abgeholt wird, oder von der Gemeindeverwaltung vernichtet werden soll“.

Ein an zentraler Stelle gesammelter Schatz an Vereinsaktivitäten, soll also an dezentrale Stellen übergeben oder vernichtet werden. „Unmöglich so mit einem Stück Münsterer Kulturgeschichte umzugehen“, so die Reaktion der CDU-Fraktionsvorsitzenden Erna Roßkopf, als sie mit der Meldung konfrontiert wurde. „Es ist leicht ein Archiv aufzulösen, es ist aber schwer die verlorenen Informationen jemals wieder zusammenzutragen“, stimmt der CDU-Vorsitzende Thomas Heinz seiner Parteifreundin bei.

Auch der in der Münsterer Vereinswelt bekannte stellvertretende CDU Vorsitzende Peter Waldmann kann der Mitteilung der Verwaltung nichts abgewinnen. „Statt das Ehrenamt zu entlasten, werden die Vereine noch mit Archierungsaufgaben belastet“, stellt Waldmann fest. Dass die Münsterer Bürger an der Geschichte ihrer Vereine interessiert sind, kann jeder an der großen Besucherzahl der beiden letzten Austellungen des Heimat- und Geschichtsvereins ablesen. Dafür haben etliche Vereine auf das Gemeindearchiv zurückgegriffen. „Die CDU setzt sich für den Erhalt des Pressearchivs ein, damit die Münsterer auch in fünfzig Jahren ihre Vergangenheit kennen und so in eine gute Zukunft gehen können“, so Erna Roßkopf. Thomas Heinz ergänzt: „Auch diese Veränderung wird vom Bürgermeister angestrebt, ohne dass die Gremien der Gemeinde davor informiert oder gefragt werden."

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