Münsterer CDU beantragt Bürgerentscheid zum Hallenbad

Christdemokraten wollen die Entscheidung nicht ohne die Bürger treffen

„Die Gemeindevertretung möge beschließen: Die endgültige Entscheidung über einen Neubau eines Hallenbades wird mit einem Bürgerentscheid nach der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) herbeigeführt“. So beginnt ein Antrag der CDU Fraktion der Gemeindevertretung zur nächsten Sitzung am 7. Februar 2022. 

Wichtig ist für die CDU-Fraktion, dass die Bürgerinnen und Bürger bei einem Bürgerentscheid alle Faktoren kennen werden; so auch die finanziellen Folgen, die dann möglicher Weise auf sie zukommen. „Deshalb beauftragen wir mit unserem Antrag gleichzeitig den Gemeindevorstand sämtliche Optionen auszuschöpfen und mehrere Varianten hinsichtlich der Ausstattung, Finanzierung und Betrieb eines Bades vorzulegen“, so der CDU Fraktionsvorsitzende Thorsten Schrod. Die Auswahl der geeignetsten Variante wird nach dem CDU Antrag in der Gemeindevertretung getroffen, bevor die Bürgerinnen und Bürger dann das letzte Wort hinsichtlich eines Neubaus haben werden.

„Für die CDU hat die Entscheidung für oder gegen einen Neubau eines Hallenbades weitreichende Auswirkungen sowohl in sozialer und gesellschaftlicher als auch in finanzieller Hinsicht“, begründet die CDU ihren Antrag. „Da diese Folgen sowohl die derzeitige wie insbesondere auch die zukünftige Generation betreffen, halten wir bei dieser Tragweite die Entscheidung durch einen Bürgerentscheid für angebracht“, verdeutlicht Schrod den Antrag seiner Fraktion.

Eine Sanierung, die nach den neuesten Schätzungen über zehn Millionen Euro verschlingen würde, hält die CDU für ausgeschlossen. „Zehn Millionen in ein 50 Jahre altes Bad zu stecken, ist unverantwortlich“, ergänzt der Baufachmann der Union Boris Rudolph.

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